Michael Wiegert will „Haus für Bretzenheim“

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SPD_Bretzenheim_Zeitung

Du möchtest erneut gegen Claudia Siebner kandidieren und Ortsvorsteher von Bretzenheim werden. Was kannst du besser?

Ich habe klare politische Positionen und bin stark darin, bei unterschiedlichen Meinungen zwischen den Interessengruppen zu vermitteln. Zudem bin ich durch meine Mitgliedschaft in vielen Vereinen gut über die Anliegen der EinwohnerInnen informiert. Als Sozialpädagoge habe ich beruflich viel Erfahrung im Umgang mit Menschen und deren Problemen gesammelt. Diese Erfahrung will ich für meinen Stadtteil einsetzen. Für Anliegen meiner Mitmenschen werde ich als Ortsvorsteher immer ein offenes Ohr haben. Zudem würde ich meine Arbeit als Ortsvorsteher transparenter gestalten. Den Informationsvorsprung des Ortsvorstehers, wie z.B. bei der Rathaussanierung, würde ich demzufolge zunächst an den Ortsbeirat weitergeben und nicht häppchenweise an die Medien. Eine gute Zusammenarbeit mit allen OrtsbeirätInnen ist mir sehr wichtig.

Du bist seit fünf Jahren Fraktionsvorsitzender für die SPD im Ortsbeirat. Für welche Themen hat sich die SPD-Fraktion eingesetzt?

Wir haben als Opposition die unterschiedlichsten Themen im Ortsbeirat mit fl eißiger Antragsarbeit angeschoben oder auch gute Vorschläge anderer Fraktionen unterstützt. So haben wir uns u.a. für eine Straßenbeleuchtung am Roten Weg sowie befestigte und beleuchtete Fußwege im Gebiet Färber- und Sattlerweg eingesetzt. Fraktionsübergreifend haben wir uns an Anträgen zur Schulwegsicherheit und zur Mobilität in Bretzenheim maßgeblich beteiligt. Geschlossen haben wir uns im Ortsbeirat für eine geordnete Flüchtlingsunterbringung in unserem Stadtteil stark gemacht

Was sind die größten Erfolge eurer Fraktionsarbeit?

Nachdem wir jahrelang darauf hingewiesen haben, dass die Fassade der Heinrich-Mumbächer-Schule renoviert werden solle, haben wir in dem Punkt unser Ziel erreicht: Die Stadt hat die Renovierung zugesagt! Die größten Erfolge sind aber die aktuellen Zusagen bei den anstehenden Planungen für die alte IGS-Turnhalle oder beim Neubau der zweiten IGS. Hierbei werden nun die Interessen der Bretzenheimer Vereine berücksichtigt.

In eurem Wahlkampf sticht neben dem »Haus für Bretzenheim« das Thema Mobilität und Verkehrsberuhigung hervor. Wollen nicht alle Parteien in Bretzenheim einen ausgeglichenen Verkehr?

Wir als SPD sind der Garant für eine vernünftige und zeitgemäße Verkehrspolitik, in der PKW-FahrerInnen, FußgängerInnen, ÖPNV und RadfahrerInnen als gleichberechtigte VerkehrsteilnehmerInnen angesehen werden. Dazu gehört, dass wir die richtigen Rahmenbedingungen setzen müssen, damit wir einen fairen Ausgleich herstellen. Beispielsweise befürworten wir die Beibehaltung der Verkehrsberuhigungen in der Marienborner Straße. Diese sind mit Bürgerbeteiligung geplant und umgesetzt worden, um mehr Sicherheit für die Anwohner und die Kinder der anliegenden Kitas und Schulen zu schaffen, und diesen Zweck erfüllen sie gut. Grundsätzlich wollen wir Fahrradfahren und Laufen attraktiver machen. Dazu müssen wir den PKW-Durchgangsverkehr verringern und auf einen besser vernetzten und vor allem preisgünstigeren öffentlichen Nahverkehr hinwirken. Was sind für dich, neben dem Thema Mobilität, die wichtigsten politischen Herausforderungen für den Stadtteil? Der Ortskern muss noch attraktiver werden, die Nahversorgung in den Quartieren muss erhalten bleiben und bauliche Nachverdichtungen müssen sozial flankiert werden. Wir müssen uns dazu die Bebauungspläne genau anschauen. Ein sehr wichtiges Anliegen ist in Zeiten des mangelnden und immer teurer werdenden Wohnraums der Erhalt und die Förderung sozialen Wohnungsbaus. Zudem muss in Zukunft besser mit den Vereinen zusammengearbeitet werden. Um den Vereinen auch in Zukunft eine gewisse Standortsicherheit zu garantieren, setze ich mich außerdem für ein »Haus für Bretzenheim« ein.

Was soll das konkret sein?

Als Ersatz für das Haus St. Georg brauchen wir neue Räumlichkeiten für das Vereinsleben sowie für Veranstaltungen und private Feiern. Das »Haus für Bretzenheim« soll allen EinwohnerInnen zur Verfügung stehen. Denn ohne einen Raum des Austauschs und Engagements wird ein harmonisches Zusammenleben erschwert. Natürlich brauchen wir die Unterstützung des Stadtrats. Doch ich bin überzeugt, dass wir die Fraktionen mit einer vernünftigen und konstruktiven Herangehensweise überzeugen können.