Vortrag – Was kann Karl Marx der SPD heute noch (wieder) sagen

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Unser langjähriger Genosse Claus Scharf (Foto: links) hielt bei einer eigens einberufenen Mitgliederversammlung einen Vortrag mit dem Titel „Was kann Karl Marx der SPD heute noch (wieder) sagen“. Als Historiker hat Claus über Marx‘ Theorie der Politischen Ökonomie, die sozialen Verwerfungen des 19. Jahrhunderts, die internationale Arbeiterbewegung und über Uneinigkeiten zwischen Marx und führenden Sozialdemokraten seiner Zeit (wie den SPD-Mitbegründer Ferdinand Lassalle) gesprochen. Auch wenn die anwesenden GenossInnen mit Karl Marx nicht in allen Punkten übereinstimmen, ist während des Vortrags und der anschließenden Diskussion klar geworden: Marx war keinesfalls ein sturrer Dogmatiker.

Er hat zweifellos die durch die industrielle Revolution entstandenen Nöte der Arbeiterschaft (Proletarier) erkannt und versucht, eine gerechte Antwort auf die Soziale Frage zu liefern. Nicht umsonst ist Marx bis heute als Philosoph und Theoretiker anerkannt. Seine Werke werden die Wissenschaft wohl auch zukünftig beschäftigen.

Im Anschluss an den Vortrag diskutierten die Mitglieder, was unsere heutige SPD von Marx lernen kann. Unter den anwesenden GenossInnen bestand Einigkeit, dass wir als SozialdemokratInnen stets dazu in der Lage sein müssen, die bestehenden Verhältnisse zu kritisieren. „Daß die Kritik sich nicht vor ihren Resultaten fürchtet und ebensowenig vor dem Konflikte mit den vorhandenen Mächten“ (Karl Marx an Arnold Ruge, Bad Kreuznach, September 1843)

Angesichts der heute bestehenden ungleichen Vermögensverteilung in Deutschland haben die GenossInnen in der Diskussion gefordert, dass unsere Partei die Solidarität innerhalb unserer Gesellschaft in den Mittelpunkt stellt und sich dabei nicht vor finanziellen Umverteilungen scheut. Denn das Ziel sollte nach wie vor sein: Sozialer Friede und Wohlstand für Alle.

Die SPD in Bretzenheim wird daher versuchen, sich weiterhin auf allen Ebenen der Sozialdemokratischen Partei mit ihren Ideen einzubringen.